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Beitragsverfasser Cornelia Rossberg
Registriert 

#1 | Gesendet: 8 Feb 2018 16:51 
Der Sturm treibt den Schnee,
der Schnee den Sturm über das Land
das Ergebnis ist gleich.

Beitragsverfasser Angelika Holweger
DHG-Mitglied 

#2 | Gesendet: 8 Feb 2018 22:19 | Nachbearbeitet von: Angelika Holweger 
Lange nicht mehr hier gewesen, liebe Cornelia.

Du hast eine Beobachtung geschildert, einen Vergleich gezogen und bist für Dich zu einer Aussage gekommen.

Und hast viele Doppelungen in deinem Text, die eigentlich so nicht in einem Haiku vorkommen sollten.
Außerdem sollte ein Haiku für den Leser offen bleiben, d.h. nicht alles soll gesagt sein.

Tut mir leid, dies zu schreiben. Aber wir sind ja alle Lernende hier.

Ich kann nur immer wieder empfehlen, viele gute Haiku zu lesen. Dabei lernt man am allerbesten, was ein Haiku ist.

Schöne Grüße
Angelika

Beitragsverfasser Cornelia Rossberg
Registriert 

#3 | Gesendet: 9 Feb 2018 13:47 
Liebe Angelika,
du hast ja so recht, meine Prioritäten , lagen im Moment wo anders, aber ich hoffe jetzt kommt wieder die Zeit des Lesens und Versuchens. Liebe Grüße von Cornelia

Beitragsverfasser Beate Conrad
Registriert 

#4 | Gesendet: 10 Feb 2018 13:03 
Das Eintönige in der direkten Anschaung des Schneewindtreibens, wo Ursache und Wirkung sich kongruent zu überlagern scheinen, das hat schon was. Und mit dem literarischen Stilmittel der Wiederholung (repetitio) intensiviert sich so ein Eindruck. Das ist an dem oben vorgestellten Text durchaus in Ordnung. Korrekt hingegen ist, daß im Haiku eine Schlußfolgerung wie "das Ergebnis ist gleich" entfällt, da damit schon alles gesagt und für den Leser nichts mehr zu entdecken bliebe.
Ich meine, es lohnte sich, an diesem Text dranzubleiben, ein anschauliches Äquivalent für Segment c zu finden und über die Textgesamtformulierung neu nachzudenken.

Beitragsverfasser Angelika Holweger
DHG-Mitglied 

#5 | Gesendet: 10 Feb 2018 15:04 
Liebe Beate,

Doppelung als Stilmittel ist o.k. Das weiß ich auch. Aber drei gleiche Artikelpaare in einem Haiku, das finde ich auch bei besagtem Stilmittel zu viel.

Seit 11 Jahren schreibe ich nun Haiku und immer wurde mir gesagt, möglichst Doppelungen zu vermeiden ...

Wurde ich da vielleicht falsch belehrt?

Etwas irritiert fragt

Angelika

Beitragsverfasser Beate Conrad
Registriert 

#6 | Gesendet: 23 Feb 2018 13:37 | Nachbearbeitet von: Beate Conrad 
Ein Blick ins Netz, liebe Angelika, zu Repetitio und anderen Stilfiguren (Rhetorik) könnte helfen. Da sind nämlich auch Unterformen und Beispiele genannt, anhand derer sich dann die Formulierung oben in a und b einordnen ließe. Das ist grundlegendes Handwerkszeug. Zudem hat auch Klaus-Dieter Wirth in einem der "Sommergräser" darüber schon geschrieben. Mußt Du Dir da mal bei seinen schon etwas zurückliegenden Bausteinaufsätzen raussuchen und nachlesen. Das an dieser Stelle alles genau auseinanderzunehmen, sprengte etwas den hiesigen Rahmen.
Es ist also wichtig, zwischen in einem Text funktionierenden Wiederholungen, und Worthäufungen ohne Funktion im Text zu unterscheiden. Also nicht einfach gleiche Worte zählen, sondern immer erst in jedem Text genau gucken, was eine Wiederholung da bewirkt.
Allerdings, wie schon erwähnt, am oben vorgestellten Text wäre noch zu arbeiten.

Beitragsverfasser Klaus Stute
DHG-Mitglied 

#7 | Gesendet: 23 Feb 2018 13:49 
Vielleicht reicht es ja schon, die letzte Zeile zu ersetzen mit "der Getriebenen".

Klaus

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