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Beitragsverfasser Hannes Lorenz
Registriert 

#1 | Gesendet: 23 Feb 2018 08:45 
Ufersteine
in Eisglasur
auch eine Rose

Beitragsverfasser Ilse Jacobson
DHG-Mitglied 

#2 | Gesendet: 23 Feb 2018 08:59 
Lieber Hannes,
das ist ja nicht nur ein schönes Haiku - das ist ein Kunstwerk
in jeder Beziehung !

Herzlich Ilse

Beitragsverfasser Angelika Holweger
DHG-Mitglied 

#3 | Gesendet: 23 Feb 2018 10:10 
Wow, ganz nach meinem Geschmack.

Solche Augenblicke wahrnehmen, richtig schön.
Hast Du fotografiert?

Angelika

Beitragsverfasser Klaus Stute
DHG-Mitglied 

#4 | Gesendet: 23 Feb 2018 10:59 | Nachbearbeitet von: Klaus Stute 
Keine Ahnung, warum eine meiner ergrauten Zellen gerade für "Ufergestein" plädiert, anstatt Ufersteine. Hm...

Aber eine Variante ist mir noch eingefallen, die ggfs. von Hannes noch komplett übersetzt werden könnte:

am Rheingestade
in der Eisglasur
ne Strüssje

Klaus

Beitragsverfasser Ramona Linke
DHG-Mitglied 

#5 | Gesendet: 23 Feb 2018 12:54 
... das gefällt mir, Hannes ... und bitte nicht das Klaus'sche "Strüssje" übernehmen ... das hat dann nix mehr mit Rose zu tun, denke ich geht dann eher in Richtung > wenn et Trömmelche jeht


Ramona

Beitragsverfasser Klaus Stute
DHG-Mitglied 

#6 | Gesendet: 23 Feb 2018 13:29 | Nachbearbeitet von: Klaus Stute 
Genau - ein konserviertes Andenken an Karneval.

Rosen im Eispanzer sind für die Herren der Schöpfung eher unergiebig.

Klaus

PS Wenn Hannes am Ufer Steine sammelt, und seine Rose warten muss und langsam Frostbeulen kriegt, halte ich das für einen Sonderfall, der gehöriger Wiedergutmachungsanstrengungen bedarf.

Beitragsverfasser Ramona Linke
DHG-Mitglied 

#7 | Gesendet: 23 Feb 2018 13:32 
... pass nur auf wenn's taut ...


Ramona

Beitragsverfasser Beate Conrad
Registriert 

#8 | Gesendet: 23 Feb 2018 16:06 | Nachbearbeitet von: Beate Conrad 
Zusätzlich bedenkenswert wäre, das Mittelsegment mit dem letzten zu tauschen. Daraus ergäbe sich formgerecht kurz-lang-kurz (4-5-4) und die letzte Silbe des Haiku wäre nun betont. Das verlieh so dem Dargestellten Nachdruck. Natürlich ergäbe sich dabei eine Akzentverschiebung in der Bildabfolge: Also ob zunächst die Ufersteine, die vereisten Steine und dann die vereiste Rose dazukämen, oder ob sich zunächst eine andere Zeit und Uferlandschaft dem Betrachter böte, die dann mit der feinen Eisglasur bewahrend und dennoch weiterschreitend in der Zeit endete. Eine Sache, die in aller Ruhe mit ihren Vor- und Nachteilen abzuwägen wäre.

Beitragsverfasser Hannes Lorenz
Registriert 

#9 | Gesendet: 24 Feb 2018 10:03 
Hah, Ilse, weißte doch: Ich bin ja nicht nur kreativ, sondern auch Künstler - auch wenn Ursula manchmal meint, ich sei ja wohl mal wieder was neben der Kappe

Nein, Angelika, hab´ ich nicht photographiert. Mein Handy kommt noch aus der Steinzeit.

Oh, Klaus: Gestade! Welch wohltuend Wort aus wahrlich alter Welt. Un dann dat Strüßche (sollte man nicht mit Doppel-Es sondern mit scharfen ß schreiben, vielleicht sogar auch nicht mit ch sondern mit j: da weiß der unbeleckte Leser eher, wie er´s ausprechen soll - und es heißt nicht "en Strüßje" sondern "e Strüßcher" und das e wird wird ausgesprochen wie das ö bei dröppeln) Nein, ich möchte das Ganze nicht ins Kölsche übersetzen, ich find´s so, also mit dem Gestade und den zwei Zeilen Hochdeutsch gut.

Nein, Ramona, ich werd´ Klaus´ Dreizeiler nicht übernehmen. Aber ich werde ihn gerne im Gedächtnis behalten. Er gefällt mir.

So, jetzt muss ich den Platz hier am Computer verlassen, weil Ursula sonst sauer wird -
Aber ich meld´ mich wieder -

Grüße
Hannes

Beitragsverfasser Hannes Lorenz
Registriert 

#10 | Gesendet: 25 Feb 2018 09:46 | Nachbearbeitet von: Hannes Lorenz 
Hm, Klaus, mir steht wohl eher keine Rose zur Seite, eher eine Chrysantheme -
- und als solche bleibt sie im Winter auch lieber drinnen ;)

Ja, Beate, ich könnte das Mittelsegment gegen das letzte tauschen. Und ich habe Dafür und Dawider ´n bißchen was gegeneinander abgewogen. Entscheidend dafür, daß ich nix ändern möchte, ist, daß das Textbild an eine nach unten (also vielleicht direkt ans Ufer) führende Treppe erinnert. So enthält der Text auch Spuren von Konkreter Poesie, kann also bei diesbezüglichen Allergikern eventuell zu Hautreaktionen oder gar Atemnot führen. Konkrete Poesie: z.B. von Jandl, Rühm oder - Gomringer (ich würde gerne mal die Studenten persönlich anschauen und ihnen zuhören, wenn sie vielleicht mal wieder so ´n Gedicht wie von Gomringer anprangern - wo ich doch eh schon davon ausgehe, daß man eigentlich auch sämtlichen Kastanien schon vor der Blüte die triebigen Kerzen herausschneiden sollte: es ist doch ganz klar, daß man auf die Idee kommen könnte, sie als Manifest einer alles beherrschen wollenden Phallokratie zu sehen -

Grüße
Hannes

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